• Bei Stern Neon gibt es ein Interview mit Anna und die Ankündigung eines Buchs über ihre Erfahrungen mit Endometriose. "In der Regel bin ich stark" soll am 6.September erscheinen, das Cover ist jetzt wohl zu Werbezwecken schon da. Aber dafür darf man wirklich werben, finde ich. Allein, was sie im Interview erzählt, ist wieder so heftig, dass ních nur dankbar sein kann, nicht die eine von zehn zu sein.

  • Mit Regelschmerzen kenne ich mich zwar aus, aber das ist heftig. Ich finds gut, daß sie beim modeln kürzer tritt der Gesundheit zu liebe.


    Abschaffung von Steuern auf Hygieneartikel da bin ich auch sofort dabei.

  • Wahrscheinlich habt ihr es schon gesehen, oder? Annas Buch über ihre Geschichte mit der Endometriose ist vor etwa 2 Woche erschienen, und inzwischen muss man den TV-Sender suchen, der noch keinen Bericht darüber hatte. Der Spiegel war jetzt - ich sage mal: mit einer W0che Verspätung - auch dabei.


    Anna ist mit dem Buch zur Sprecherin für eine riesige - und immer noch unsichtbare - Leidensgemeinschaft geworden. Die Spezialistin der Berliner Charité ist mit mehreren Stellungnahmen und kluger Erklärungsarbeit dabei; eine Journalistin hat Anna geholfen, das Buch zu erstellen, und die Vereinigung der Betroffenen steht hinter ihr (und erhält einen Teil der Buch-Erlöse als Spende).


    Einen brauchbaren Eindruck bietet die Leseprobe bei Amazon. Schaut doch mal rein!

  • Nein, da ist keine Aussicht.

    Sie müssen lernen, damit zu leben, so gut es geht.


    Ihr Buch enthät ein eigenes Kapitel über die Beantragung des Schwerbehinderten-Ausweises. Um die psychologische Hürde besser zu nehmen, um sich im Antragsdschungel zurecht zu finden - und Einspruch erheben zu können, wenn die Endemetriose von Ämter wieder zu leicht befunden wird.


    Die Krankengeschichten sind teilweise der Horror. Und da nur wenige, wie Anna, mit den Möglichkeiten freiberuflicher Exstenz leben können, gehören die Schutzbestimmungen für den Arbeitsplatz zu den wichtigsten Gründen für Anträge. Ein "Behinderungsgrad" von 30% bringt z.B. schon einen Kündigungsschutz.


    Und es ist nicht nur "die Medizin", auf die sie hoffen. Für viele Mädchen beginnt die Leidensgeschichte mit zwölf oder schon zehn Jahren, und durchschnittlich vergehen noch 8 Jahre, bis die Krankheit erkannt ist. Und durch die ganze Zeit hören sie Dinge wie "stell dich nicht so an", "Dramaqueen" oder "Pubertät" als Diagnose. Gerade auch an solchen Stellen sind Fortschritte für die Kranken möglich, und Anna leistet eine Menge dafür.

  • Meines Erachtens wird vieles heutzutage überdramatisiert. Es gibt viele Menschen, die täglich starke Migräne haben, Reizdarmsyndrom haben, Lebensmittelunverträglichkeiten haben, chronische Nasennebenhöhlenentzündungen oder Mandelentzündungen oder andere chronische Schmerzen haben. Diese Menschen kriegen auch keinen Schwerbehindertenausweis, obwohl sie genauso leiden. Natürlich kann sie mit diesem 30 % Ausweis sowieso nicht viel anfangen, da man ab 50 % erst Vorteile genießen kann, wie 5 Tage mehr Urlaub im Jahr. Ich sage nicht, dass sie nicht an ihrer Krankheit leidet, aber das tun weltweit viele Menschen und diese kriegen auch keine Extrawurst. Ich denke alle Menschen sollten entlastet werden, jeder sollte nur maximal 30 Std. in der Woche arbeiten und trotzdem ein normales Leben führen dürfen, dann gäbe es auch weniger Krankheiten. Gleichzeitig ist dieses Gesundheitssystem in Deutschland darauf getrimmt die Leute krank zu machen, da sich mit kranken Menschen mehr Geld verdienen lässt und die Leute schlucken naiv ihre Pillen, machen Therapien, die nichts bringen, da sie nur die Symptome bekämpfen, statt die Ursache. Bei den Menschen muss einfach im Kopf ein Umdenken stattfinden: Gesunde Ernährung, Bewegung, weniger Stress und vorallem einfach nicht zum Arzt zu gehen, sich nicht impfen zu lassen etc.

  • Insider ich kann deinen Beitrag nicht so stehenlassen.


    Kennst du jemanden der Endometriose hat?

    Wie stark die Schmerzen sein können? Wie wenig man sich bewegen kann?

    Endometriose setzt sich an allen inneren Organen fest,wenn man Pech hat. Auch eine OP bringt nur temporäre Lösung und die Pille als Mittel bringt einen hohen Hormonwert in den Körper und damit ja die höhere Wahrschenlichkeit für diverse Erkrankungen (Brustkrebs). Abgesehen von potentieller Unfruchtbarkeit und allem drum herum.

    Auch eine Sterilisation funktioniert nicht.


    Ja es gibt auch andere chronische Krankheiten.

    Nein deswegen muss man nicht nach unten treten und meckern wieso es andere nicht haben, sondern lieber hinterfragen, warum andere nicht die Chance haben.



    Übrigens Lebensmittelunverträglichkeiten: Aufpassen beim essen


    Mandelentzündung: Mandeln rausnehmen.


    Da gibt es Möglichkeiten.


    Du spielst hier eine sehr schwere Krankheit herunter!



    Und dein Geschwurbel mit das Gesundheitssystem macht krank klingt nach youtubeuni und Aluhüten.

  • @ Insider

    Mir hat das Gesundheitssystem jedenfalls das Leben gerettet, als ich wegen der Auswirkungen meiner Endometriose in die Notaufnahme eingeliefert wurde.


    Und bewusste Ernährung und Bewegung sind selbstverständlich richtig und gut, aber nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus zu gehen, wenn man krank ist, kann ich aus eigener Erfahrung nur als lebensmüde einschätzen.

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    Lena G. - Barbara - Christina L. - Vanessa H. - Marie N. - Alisar - Luisa H. - Sarah-Anessa - Carolin S. - Serlina
    AusNTM: Alice (C3), Samantha (C4), Kelsey (C6), Liz (C7), Jess (C9) Aleyna (C10)

  • Meines Erachtens wird vieles heutzutage überdramatisiert. Es gibt viele Menschen, die täglich starke Migräne haben, Reizdarmsyndrom haben, Lebensmittelunverträglichkeiten haben, chronische Nasennebenhöhlenentzündungen oder Mandelentzündungen oder andere chronische Schmerzen haben. Diese Menschen kriegen auch keinen Schwerbehindertenausweis, obwohl sie genauso leiden.


    Bei den Menschen muss einfach im Kopf ein Umdenken stattfinden: Gesunde Ernährung, Bewegung, weniger Stress und vorallem einfach nicht zum Arzt zu gehen, sich nicht impfen zu lassen etc.


    Die Hervorhebungen sind von mir, weil mir "einfach" hier das Schlüsselwort zu sein scheint. Oder?

    Ich würde sagen: du machst es dir einfach.


    Zu der Geschichte, die Anna in ihrem Buch aufzeigt, gehört auch das Problem, wieviel zusätzliches Leiden aus Unwissen und Vereinfachungen entstehen. Die Krankheit ist noch sehr unerforscht. Wie andere Krankheiten, von denen du einige aufzählst, steht mangelndes Wissen in Zusammenhang mit mangelndem Ernstnehmen.


    Wo Krankheitsbilder weitgehend unerkannt sind, stehen die Kranken schnell als "Überdramatisierer" da. Du befindest dich da schon Seite an Seite mit dem Gesundheitssystem, das du in Bausch und Bogen verteufelst. Nicht nur im mangelnden Rezipieren, sondern auch im unmäßigen, eher auf Stillstellung der Kranken ausgerichteten und teils überaus absurden Rezeptieren.


    Was für "Bewegen" empfiehlst du z.B. hier? "Gesunde Ernährung" und "weniger Stress" sind auch wichtige Stichworte in Annas Buch. Das füllt etwa die Hälfte der Seiten - vor allem auch, weil die Wanderung der Endometrioseherde zu höchst unterschiedlichen Leidensbildern führen kann, und mit machem "tollen Tipp" größte Vorsicht geboten ist. Zu Bewegung und Sport gibt es dagegen kein Kapitel. Ja: das kann auch mit Annas persönlicher Abneigung zu tun haben. Es könnte allerdings auch sein, dass Kranke, mit extremen Schmerzen in Klos und Betten getrieben, solche Empfehlungen als brutale Ignoranz verstehen. Würde ein Arzt eine Patientin mit derartig pauschalen Emfehlungen bedenken, wäre er in Null Komma Nichts berühmt unter den Kritikern des Gesundheitssystems!


    Wie schon im letzten Posting erwähnt, gehören "Dramaqueen" und "Hab dich nicht so" (also die alltagstypischen Versionen deines gelehrten "Überdramatisieren") zu den Grunderfahrungen vieler junger Mädchen, die an Endometriose leiden.


    Die Schmerzen gehen oft mit der Regel zusammen und werden aus Unwissenheit mit der Regel selber zusammengebracht. Mütter wissen es nicht besser. Und wenn am Ende kein Weg bleibt als mit den in jedem Wortsinn "peinlichen" Leiden zur Ärztin zu gehen: dann ist die oft ebenso überfordert. Manchmal wird aus der erhofften Rettung in der Not noch besondere Tortur und Demütigung.


    Anna beschreibt, wie sie zu einer Feinden des Gesundheitssystems wurde, die es mit dir wohl durchaus aufnehmen könnte. Schon aus Wut und Verzweiflung. Sie hat zum Glück dann doch eine Ärztin gefunden, die ihr helfen konnte. Prof. Sylvia Mechsner von der Charité Berlin hat das Buch jetzt auch mit klug verfassten Erläuterungen bereichert. Aber die Hilfe besteht eben nicht in Rezepten und Eingriffen, mit denen die Krankheit überwunden werden kann. Das gehörte wohl immer schon zu einem oft problematischen Bild von Medizin und Ärzten. Die Lösung ist - wie in Fällen von Diabetes - mit der Krankheit leben zu lernen. Das ist leider ganz und gar nicht "einfach".

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  • So...ich komme mal dem Wunsch nach und lösche Insider..einerseits wegen Beleidigungen, andererseits,weil sie oder er es sich so gewünscht haben. Nichts lieber als das. Die Mahnmahle in Bezug auf Endometriose lass ich als Aufklärung stehen. (also damit unsere Antworten Sinn ergeben)

  • Hexe, hast du das Buch gelesen?


    Schon krass, wie schnell wie sowas als Mimimi oder Übertreibung abgetan wird. Ich bin zwar nicht betroffen, gehöre aber zu den Frauen, die richtige Regelschmerzen hatten (haben) und von drei weiblichen Gyns weggeschickt wurden mit: "hier, Tabletten." und erst der männliche fast 70jährige Frauenarzt mich auf den Weg gebracht hat. Die richtigen Fragen gestellt und mir ein paar Sachen erklärt hat.


    Übrigens: regelmäßig Yoga und wenn es ganz dicke kommt: "rauchen Sie einen KLEINEN Joint." ;)


    Pro Aufklärung und bloß nicht schämen.