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Akaryuu

Topmodel

  • »Akaryuu« ist männlich

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609

Dienstag, 28. Januar 2014, 14:42

Weil ich kein Firmenbashing mag - egal wen es betrifft.
1. Mag sein, dass manchmal hier im Forum auch ein bisschen Bashing an OE betrieben wird (verständlich, da wir frustriert über OE sind aber wenig an der Situation ändern können), aber im wesentlichen betreiben wir solide argumentierte Kritik an diesem Unternehmen und so auch in dieser Diskussion, das ist für mich kein Bashing.
2. Ganz allgemein: Ich respektiere Wertvorstellungen anderer, aber für mich ist die Kritik an Unternehmen, wenn nötig auch in Form von Bashing, unbedingt notwendig in dieser von Korruption, Ausbeutung, Ignoranz, und schlichtweg Gier gesteuerten Firmenkultur.

Du unterliegst meiner Meinung nach einem Irrtum: Eine Castingshow und ein Casting sind bereits 2 verschiedene Paar Schuhe. Eine Casting-Show ist das Sendeformat eines Senders und dessen geschäftliches Ziel ist Reichweite, also Quote, um Werbezeiten so teuer wie möglich verkaufen zu können. Ist das erfüllt, ist auch der Vertragszweck erfüllt. Insofern wäre natürlich zu hinterfragen, ob bestimmte Werbeversprechen der Show nicht irgendwie irreführend sind.

Kein Fernseh-Casting wird nach professionellen Regeln des Modebusiness abgewickelt werden, wenn die dramaturgischen Regeln dem Vermarktungskonzept von TV-Formaten folgen müssen. Das kann und will keine Sendung leisten. Daher meine ich noch immer, wer Model werden will, geht gleich zur Model-Agentur. Wer TV-Präsenz und Celebrity haben will - der wird bei Heidi sicher richtig sein. Und dann ist eine One Eins mit ihren roten Teppichen und Kontakten zu Privatsendern hinterher auch die richtige Agentur.

Dass sich ein Modelcasting für eine Kampagne, eine Fashion-Show oder eine TV-Sendung jeweils unterscheiden hat auch nie jemand bestritten.
Doch das eine schließt das andere nicht aus. Man kann eine unterhaltsame Fernsehshow mit guten Quoten bieten und trotzdem dabei ein Modelcasting absolvieren an dessen Ende nach bestem Gewissen die beste Kandidatin steht, eine Kandidatin die mit etwas Glück echtes Modelpotential hat. Man kann eine unterhaltsame Fernsehshow bieten und trotzdem seriöse Preise aufrufen die einen Vertrag mit einer guten und seriösen Modelagentur beinhalten, und ohne die Kandidatinnen vertraglich und u.U. sogar sittenwidrig zu knebeln.
Das wurde in dieser Form von anderen Modelcasting-Sendungen und auch bei den ersten Staffeln GNTM bis zu einem gewissen Grad durchaus schon umgesetzt.
Der entscheidende Punkt ist doch: GNTM braucht OneEins nicht. Im Gegenteil, OneEins schadet GNTM indirekt evtl. sogar. Denn richtig erfolgreiche Siegerinnen könnten dem Format gute Presse einbringen, was für die Zukunft bessere Bewerberinnen zur Folge haben und die Sendung auch im Ansehen der Zuschauer steigen lassen könnte. Es ist natürlich schwierig jemanden zu finden der wirklich das Potential mitbringt in dem Business international erfolgreich zu sein, doch wenn man es gar nicht erst versucht...
Natürlich ließe sich die Sendung schlechter verkaufen als Germany's Next Unnecessary-Red-Carpet-Celebrity, und jeder Sendung steht es frei sich zu nennen wie sie wollen, die Zuschauer reagieren entsprechend. Das Problem ist aber ohnehin nicht die Sendung selbst (wenn auch natürlich Verbesserungspotential besteht), sondern eben völlig unnötigerweise OneEins. Wie gesagt, GNTM braucht OneEins nicht, wir finden OneEins schlecht, deshalb sagen wir einfach nur unsere Meinung, nämlich dass wir uns GNTM ohne OneEins wünschen würden und nennen dazu auch die Gründe.
Wenn für dich diese Gründe unwichtig sind, ist das natürlich dein gutes Recht. Deiner Verteidigung von OE fehlen für mich aber ausschlagkräftige Argumente, warum wir OE akzeptieren sollten. Warum ein Übel akzeptieren, wenn es auch ohne geht?

Kaizaa

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610

Dienstag, 28. Januar 2014, 15:42

Dein Argument zeigt, dass auch Eltern sich vielleicht zu wenig mit solchen Formaten auseinander setzen und ihren schwärmenden Nachwuchs mit Heids bunter Welt allein lassen. Käme meine Tochter auf mich zu und sagt, sie will dahin, würde ich mir mit ihr zusammen erst mal eine Staffel anschauen und mir erklären lassen, warum Heidi und One Eins für sie unverzichtbar sind. Nach Hawai fliegen kann man ja auch als Hotel-Fachfrau - da muss man kein Model oder Promi sein. Designerklamotten kann man sich als erfolgreiche Vertriebschefin sogar selber leisten. Ich verstünde auch als Mama besser, was ein Vertrag beinhalten sollte, damit auch die Erwartungen meiner Tochter sich erfüllen. Und erst dann kann ich prüfen, ob die Klauseln das auch besagen. Machen sich alle Eltern die Mühe? Von Rebecca Mir und auch von der Mutter von Jaqueline erfuhr man, dass sich die Mütter dafür interessierten. Von anderen hört man nur: "Als ich 16 war, habe ich mich gleich angemeldet." Fängt der Ärger mit One Eins vielleicht nicht schon an der Stelle an?
Ein ordentlicher Vertrag erlegt beiden Seiten Rechte und Pflichten auf. Wenn jeder zweite Satz damit beginnt, "Der AuftragNEHMER hat/muss/darf nicht" vom Auftraggeber aber kaum in dieser Form die Rede ist, funkt mir meine Lebenserfahrung, dass sich da möglicherweise einer einen Vorteil verschaffen will. Ich meine, ab einem gewissen Alter hat eigentlich jeder diese Erfahrung schon gemacht. Ein Vertrag muss nicht mal sittenwidrig sein - auch ein zu den eigenen Zielen unpassender Vertrag macht unzufrieden. Mir wird auch als Erwachsener täglich in der Werbung eine tolle Welt suggeriert - und wenn ich alles kaufe, bin ich morgen pleite. Den Umgang mit Medien muss jeder lernen und dabei müssen Eltern ihren Kindern helfen. Man kann von einem Sender, der Quote machen will oder einer Qne Eins, die Provisionen erwirtschaften will, nicht verlangen, dass sie unsere Kinder erzieht und ausschließlich fördert. Auch falsche Versprechungen begegnen mir täglich irgendwo. Statt sich darüber aufzuregen, muss man sich überlegen, wie man so etwas schnellstmöglich erkennt - und auch unserem Nachwuchs beibringen, das es gleich neben dem Licht auch immer Schatten gibt. Das hat mit One Eins oder anderen vermeintlich sittenwidrigen Dingen erst mal wenig zu tun, sondern mit guter Erziehung.
Ahja und du wüsstest also genau ob ein Vertrag am Ende vielleicht doch sittenwidrig ist? Im Falle One Eins wird ja in der Öffentlichkeit immer so toll gezeigt was die ganzen GNTM Teilnehmerinnen immer machen und es wird suggeriert, dass alle erfolgreich seien. Das sind meistens aber kaum nennenswerte Erfolge (siehe Luisa die wohl laut Medien auf allen internationalen Laufstegen SO gefragt ist, aber eigentlich bisher nur in Australien erfolgreich war). Du musst bedenken, dass die 08/15 Eltern sich kaum damit beschäftigen wie es in der Modebranche zugeht, dass solche Verträge wie bei OE sehr unüblich sind und, dass OE-Verträge eher behindern als fördern. Die meisten der Mädels wissen das auch noch nicht, woher auch. Das Wissen kommt mit der Zeit.

Und Bashing wird vor allem wegen den letzten Punkten betrieben. Die Leute die bei OE unter Vertrag stehen und dennoch arbeiten sind Leute wie Marie-Luise die ihre Sparte gefunden haben und sich dort selbst(!) um Jobs kümmern.

Es gab auch ein Beispiel hier im Forum wo eine Userin Kontakt zu einer aufstrebenden Pariser Modedesignerin hatte und bei OE nachfragen wollte von wegen Luisa. OE hat sich wohl nie gerührt, obwohl man für Lau ein Go See in Paris für sie hätte haben können.
Das Problem ist, dass OE Steine in den weg legt, sobald die Mädels international arbeiten wollen (siehe Neele, Sanessa und co die alle das gleiche aussagen) und sich gleichzeitig einen Dreck drum scheren den Mädels in Deutschland gute Jobs zu bieten, außerhalb von Red Carpet Events und dem Printenkönig.

Celebrian

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Dienstag, 28. Januar 2014, 15:45

Kannst du bitte versuchen richtig zu zitieren? Die Zitate kommen in die Quote-Klammern und deins muss außerhalb sein (das [/ ...] schließ die Codes.
BTW: Kurzform -> Cele.
C wird wie K ausgesprochen Ke-le-bri-an. ;-)



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Kaizaa

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Dienstag, 28. Januar 2014, 15:48

Es gab auch ein Beispiel hier im Forum wo eine Userin Kontakt zu einer aufstrebenden Pariser Modedesignerin hatte und bei OE nachfragen wollte von wegen Luisa. OE hat sich wohl nie gerührt, obwohl man für Lau ein Go See in Paris für sie hätte haben können.
Das Problem ist, dass OE Steine in den weg legt, sobald die Mädels international arbeiten wollen (siehe Neele, Sanessa und co die alle das gleiche aussagen) und sich gleichzeitig einen Dreck drum scheren den Mädels in Deutschland gute Jobs zu bieten, außerhalb von Red Carpet Events und dem Printenkönig.
Wenn dem so ist, ist das natürlich nicht zu verstehen. Dann würde ich an Luisas Stelle nach 2 Jahren auch den geordneten Rückzug antreten - aber eben wie es Rebecca gemacht hat und nicht so, wie Jana Beller.

Celebrian

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Dienstag, 28. Januar 2014, 15:51

Wieso? Wieso die wichtigen Jahre verziehen lassen? Eine 18Jährige hat in der Branche deutlich mehr Chancen als eine 20Jährige. Bei Rebecca ging es, weil sie eher in Richtung Moderation auf Pro7 geht und alle Shows in Deutschland durchmacht (vornehmlich Kochshows). Das geht und da hat One Eins auch was davon gehabt.
Aber Luisa? Sie muss JETZT endlich raus. Wobei die beiden Jahre eh bald um sind. Jetzt lohnt es sich kaum noch.
BTW: Kurzform -> Cele.
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Kaizaa

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Dienstag, 28. Januar 2014, 16:52

Zitat von »Kaizaa«



Weil ich kein Firmenbashing mag - egal wen es betrifft.
1. Mag sein, dass manchmal hier im Forum auch ein bisschen Bashing an OE betrieben wird (verständlich, da wir frustriert über OE sind aber wenig an der Situation ändern können), aber im wesentlichen betreiben wir solide argumentierte Kritik an diesem Unternehmen und so auch in dieser Diskussion, das ist für mich kein Bashing.
2. Ganz allgemein: Ich respektiere Wertvorstellungen anderer, aber für mich ist die Kritik an Unternehmen, wenn nötig auch in Form von Bashing, unbedingt notwendig in dieser von Korruption, Ausbeutung, Ignoranz, und schlichtweg Gier gesteuerten Firmenkultur.
Zitat von »Kaizaa«



Du unterliegst meiner Meinung nach einem Irrtum: Eine Castingshow und ein Casting sind bereits 2 verschiedene Paar Schuhe. Eine Casting-Show ist das Sendeformat eines Senders und dessen geschäftliches Ziel ist Reichweite, also Quote, um Werbezeiten so teuer wie möglich verkaufen zu können. Ist das erfüllt, ist auch der Vertragszweck erfüllt. Insofern wäre natürlich zu hinterfragen, ob bestimmte Werbeversprechen der Show nicht irgendwie irreführend sind.
Kein Fernseh-Casting wird nach professionellen Regeln des Modebusiness abgewickelt werden, wenn die dramaturgischen Regeln dem Vermarktungskonzept von TV-Formaten folgen müssen. Das kann und will keine Sendung leisten. Daher meine ich noch immer, wer Model werden will, geht gleich zur Model-Agentur. Wer TV-Präsenz und Celebrity haben will - der wird bei Heidi sicher richtig sein. Und dann ist eine One Eins mit ihren roten Teppichen und Kontakten zu Privatsendern hinterher auch die richtige Agentur.
Dass sich ein Modelcasting für eine Kampagne, eine Fashion-Show oder eine TV-Sendung jeweils unterscheiden hat auch nie jemand bestritten.
Doch das eine schließt das andere nicht aus. Man kann eine unterhaltsame Fernsehshow mit guten Quoten bieten und trotzdem dabei ein Modelcasting absolvieren an dessen Ende nach bestem Gewissen die beste Kandidatin steht, eine Kandidatin die mit etwas Glück echtes Modelpotential hat. Man kann eine unterhaltsame Fernsehshow bieten und trotzdem seriöse Preise aufrufen die einen Vertrag mit einer guten und seriösen Modelagentur beinhalten, und ohne die Kandidatinnen vertraglich und u.U. sogar sittenwidrig zu knebeln.
Das wurde in dieser Form von anderen Modelcasting-Sendungen und auch bei den ersten Staffeln GNTM bis zu einem gewissen Grad durchaus schon umgesetzt.
Der entscheidende Punkt ist doch: GNTM braucht OneEins nicht. Im Gegenteil, OneEins schadet GNTM indirekt evtl. sogar. Denn richtig erfolgreiche Siegerinnen könnten dem Format gute Presse einbringen, was für die Zukunft bessere Bewerberinnen zur Folge haben und die Sendung auch im Ansehen der Zuschauer steigen lassen könnte. Es ist natürlich schwierig jemanden zu finden der wirklich das Potential mitbringt in dem Business international erfolgreich zu sein, doch wenn man es gar nicht erst versucht...
Natürlich ließe sich die Sendung schlechter verkaufen als Germany's Next Unnecessary-Red-Carpet-Celebrity, und jeder Sendung steht es frei sich zu nennen wie sie wollen, die Zuschauer reagieren entsprechend. Das Problem ist aber ohnehin nicht die Sendung selbst (wenn auch natürlich Verbesserungspotential besteht), sondern eben völlig unnötigerweise OneEins. Wie gesagt, GNTM braucht OneEins nicht, wir finden OneEins schlecht, deshalb sagen wir einfach nur unsere Meinung, nämlich dass wir uns GNTM ohne OneEins wünschen würden und nennen dazu auch die Gründe.
Wenn für dich diese Gründe unwichtig sind, ist das natürlich dein gutes Recht. Deiner Verteidigung von OE fehlen für mich aber ausschlagkräftige Argumente, warum wir OE akzeptieren sollten. Warum ein Übel akzeptieren, wenn es auch ohne geht?
Wieso? Wieso die wichtigen Jahre verziehen lassen? Eine 18Jährige hat in der Branche deutlich mehr Chancen als eine 20Jährige. Bei Rebecca ging es, weil sie eher in Richtung Moderation auf Pro7 geht und alle Shows in Deutschland durchmacht (vornehmlich Kochshows). Das geht und da hat One Eins auch was davon gehabt.
Aber Luisa? Sie muss JETZT endlich raus. Wobei die beiden Jahre eh bald um sind. Jetzt lohnt es sich kaum noch.
Das spräche dann dafür, mit 16 bei allen guten Modelagenturen anzuklopfen und die Castingshow lieber links liegen zu lassen. Wenn man Potenzial hat, bauen andere Agenturen einen ja auch auf. Wenn die Modelagenturen dann alle abwinken, könnte man es noch mal bei Heidi versuchen - für den roten Teppich reicht vielleicht, was Modelagenturen wie IMG zu wenig ist.

Celebrian

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Dienstag, 28. Januar 2014, 19:58

Kannst du bitte bitte bitte lernen richtig zu zitieren?

Und ja..der beste Weg wäre es mit 16 bei allen guten Modelagenturen anzuklopfen und GNTM zu ignorieren! Genau das ist ja der Punkt...
BTW: Kurzform -> Cele.
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Dienstag, 28. Januar 2014, 20:45

Ich gehöre auch zu denjenigen, die betreiben, was du OneEins-"Bashing" nennst, Kaizaa. Ich nenne es allerdings eine Art von Aufklärungsarbeit und halte die auch für dringend nötig. Ein Forum, das sich mit GNTM beschäftigt , wird direkt oder indirekt auch an einer Teilnahme interessierte Mädchen erreichen. Und da ist angebracht, über irreführenden Versprechungen und Illusionen zu reden.

Wenn das jemand bestreitet, setze ich mich gerne damit auseinander. Aber bei dir, Kaizaa, wird mir nicht klar, was du genau willst. Einerseits sprichst du dich gegen One-Eins-"Bashing" aus. Andrerseits rätst du richtig, sich möglichst gleich an Modelagenturen zu wenden. Ist das nun ein Entweder-Oder-Plädoyer? Also: "Entweder GNTM - oder Modelagentur"? Wer einmal GNTM sagst, der soll die OneEins-Suppe auch bis zum letzten auslöffeln? Und wer Model werden will, soll gleich auf GNTM verzichten?

Da sag ich mal dreierlei.

Erstens: lass das bloß nicht Hedi und OneEins hören! Und auch nicht "die Wirtschaft", die du so schätzt. Die könnten das glatt als Firmen-Bashing missverstehen.

Zweitens ist das Auf-GNTM-Verzichten um einiges schwerer als du dir offenbar vorzustellen vermagst. Sich von GNTM fasziniert fühlen, nach zig-Jahren des Zuschauens (im Alter von 11-16) endlich daran teilnehmen können - und dann wegen OneEins aus Vernunftgründen einen andern Weg einschlagen? Na, schön wär's. Aber die Welt ist anders. Allein schon teilzunehmen, nur den Versuch zu machen, hat mit den Jahren für viele einen Nimbus erhalten. Ich weiß gar nicht, was ich für gefährlicher halten soll: die Macht des Fernsehen oder die Macht von Modelträumen zu unterschätzen. Aber du scheinst mir irgendwie gar nichts zu wissen von den Mächten, die hier für Mädel am Werke sind. (Ich merke gerade, dass ich dich für einen Mann halte. Dabei weiß ich das gar nicht. Bitte um Vergebung, wenn ich dich da unter die Wölfe mische, lach.)

Drittens führt dich die Position in haarsträubende Widersprüche. Letztlich aus dem einfachen Grund, dass du versuchst den riesigen Komplex von Verbraucherschutz und Rechtsstreitigkeiten um Vertragsanfechtungen gedanklich zu überspringen - und von der Wirklichkeit eingeholt wirst. Du sagst z.B.:

Zitat

wenn ich sittenwidrige Klauseln unterschreibe, kann ich nicht auf die
Bosheit einer Agentur schimpfen, sondern nur auf mich, weil es meine
Unterschrift war. Ansonsten ist ein Vertrag auch bindend.


Nach allen gültigen redaktionellen Streichungsregeln läuft diese verschachtelte Aussage auf den einfachen Satz hinaus:

Zitat

wenn ich sittenwidrige Klauseln unterschreibe... ist ein Vertrag auch bindend.

... Und das ist natürlich Unfug. Schon die Kategorie "sittenwidrige Klausel" existiert nur, um der Gültigkeit von Verträgen Grenzen zu setzen. Und die Unschärfen und Fallstricke der Kategorie "sittenwidrig" nähren den Berufsstand der Juristen ganz ordentlich. Fakt ist einfach, dass alle Verträge im Rahmen eines Rechtssystems geschlossen werden, das seine Grundsätze auch in den Verträgen gewahrt sehen will. Das Rechtsgut der bindenden Unterschrift kann an der Verletzung höherwertiger Rechtsgüter seine Grenze finden.

Im Fall von GNTM wurde darüber von mehreren Mädeln mit OneEins gestritten. Rechtsanwälte waren eingeschaltet, Klageschriften aufgesetzt - und die Sache am Ende ohne die Gerichte entschieden. Über konkrete Einzelheiten wissen wir wenig. Aber das, war hier im Forum regelmäßig eine Hauptsache des "OneEins-Bashings" ist, soll allem Vernehmen nach dabei eine Rolle gespielt haben: mit dem Versprechen auf eine "internationale Modelkarriere" geköderte Castingshow-Teilnehmer sind anschließend an eine Agentur gebunden, die ihnen nicht nur berufliche Auslands-Aktivitäten untersagt, sondern sie statt zu karrierefördernden Modeljobs zu Auftritten als Promi-Häschen an XY vermittelt. (Klassisch nachvollziehbar an einem Fall, der keinen Rechtsstreit ausgelöst hat: Luisa muss zum Reitturnier nach Aachen, um dort mit dem Schokoprinzen zu posen statt in Berlin an Castings für die Berliner Fashion Week teilzunehmen.)

Zu was soll das führen, ohne Detailkenntnisse diese Streits nochmal zu führen? Die Tatsache ist da, dass Mädel sich in ihrer Karriere durch OneEins behindert fühlten. Und es ist ihnen gelungen, mit Rechtsbeistand aus den Verträgen heraus zu kommen. Alles, was wir von OneEins sehen spricht dafür, dass diese Klagen glaubhaft sind. Dennoch betreibt GNTM Jahr für Jahr weiter, OneEins als Prämie für die Siegerin darzustellen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit alle am Sieg interessierten Mädel zu einem Vertrag mit der Klitsche zu verpflichten.

Und nein, Kaizaa: niemand klagt über "Bosheit". Geklagt wird darüber, dass Zukunfsthoffnungen verbaut und Freiheiten genommen werden. Das "Bashing" hat OnsEins mehr als verdient.
"Um die Rechnungen seiner Frau bei Worth bezahlen zu können, musste der [US Kriegs-] Minister drei wertvolle Indianerterritorien verkaufen, was in Washington einen Skandal auslöste und der Cunard-Linie viele Buchungen für Europapassagen einbrachte."
(1870er Mode-News, aus: Kinzel, Die Modemacher, 47)

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Kleinstadtstute (28.01.2014), Celebrian (28.01.2014)