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kaesbrot

Supermodel

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Samstag, 14. April 2018, 14:14

In der Zeit bin ich zufällig auf einen alten Artikel über GNTM, Heidi und OneEins gestoßen, ist zwar von 2014, aber da ist viel interessantes Zahlenmaterial rund um die Show. Vielleicht wurde er auch schon mal gepostet (hab mit der Suche zumindest nichts gefunden).

http://www.zeit.de/lebensart/mode/2014-0…atz-unternehmen

Bilanzsumme von OneEins zwischen 2008 und 2012 von 0.67Mio auf 4.55Mio€ gestiegen
Privatvermögen Heidi 40-50Mio €

Signifikante Abnahme des subjektiven Zufriedenheitsgefühls von Teenagern zwischen 2006 und 2009 (was aber nicht nur an GNTM liegen kann)

Entwicklung des Werbeanteils in der Show (allein zw. 2006 und 2009 Anstieg von einem Viertel auf ein Drittel)

Aufgliederung der Zuseher nach Einkommen:
<1000€ => 8%
1000-1750€ => 7.7%
>1750€ => 10.5%

Nach Bildung:
Volks- und Hauptschulabschluss 6.5%
Abschluss an weiterführender Schule ohne Abi 10.5%
Abi 16.5%
Uni 12.6%

Bruttopreis pro Spot ~70-80.000€


Zu dem Thema gibt es jetzt neues Material vom Vorstandsvorsitzenden selbst. Thomas Ebeling hat sich unangenehme Ansichten über das Publikum von Pro7/Sat1 entlocken lassen:
Zitat
Es gibt Menschen, ein bisschen fettleibig und ein bisschen arm, die immer
noch gerne auf dem Sofa sitzen, sich zurücklehnen und gerne unterhalten
werden wollen. Das ist eine Kernzielgruppe, die sich nicht ändert.


Speziell die Armut passt mit den Zahlen nicht zusammen, zumindest, was das Format betrifft.

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hexe reloaded (14.04.2018)

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Samstag, 14. April 2018, 17:56

Ah, du erinnerst mich an eine Wette, die ich mit mir selber laufen hatte, und ich hab sie gewonnen, lach. Ebeling ist früher ausgeschieden, schon im Februar hat ProSiebenSat.1 die Nachfolge geregelt.

Ebeling hat natürlich über Pro7 und Sat.1 als Ganzes gesprochen - und man hört ja schon aus dem Zitat mit, dass Ebeling sich seine Kerngruppe auch etwas älter vorstellt und wohl weniger an die GNTM-Zuschauer denkt.

Was die Zeit da an Statistik präsentiert, ist allerdings schon etwas rätselhaft: weniger als ein Drittel der Zuschauer hat Abitur, aber mehr als zwei Drittel liegen über dem Durchschnittseinkommen? Erstaunlich. Aber nö, da wird man schon noch erklären müssen, dass ein Großteil der Zuschauer in der Ausbildung ist und mit dem Einkommen der Eltern aufgelistet wird. Det hätten se gern, aber det kommt erst noch. Vielleicht.

Grob gesagt: Einkommenstatistiken sind für Sendungen, die sich an ein junges Publikum richten, nicht gerade das Oberschlaueste.
(Übrigens: die Prozentzahlen, die du da zitierst hast, sind nur die jeweiligen TV-Quoten in dem Bereich.)

Übrigens sind auch die Einkommensgrenzen nicht ganz überzeugend. Eine runde Summe wie 1.000 Euro wirkt schon sehr verdächtig. Die realen Zahlen lagen laut dem Statistschen Bundesamt für 2013 bei 1.957€-Meridian-Einkommen (heißt: jeweils die Hälfte der Deutschen lag drüber oder drunter) und 1.174 Euro als Grenze zur Armutsgefährdung (=60% des Meridianeinkommens). Da hat die Zeit um etwa 20% zu niedrige Werte angesetzt und das Bild der Einkommen damit deutlich geschönt.

Ich hab mal die Gruppen auf Schätzbasis neu berechnet und ein Bild bekommen, wonach die die Einkommensverteilung der GNTM-Zuschauer knapp überm deutschen Durchschnitt liegt: 15% armutsgefährdet, weitere 25% unterm Durchschnitt und an die 60% liegen darüber. Das ist für eine konsumgeile Sendung kein besonders auffälliger Wert, vor allem, wenn eben viele mit dem Einkommen ihrer Eltern zählen. Der Zeit nach aber wären es 11%, 22% und 67% - das wäre schon krass.

Die Alterspyramide finde ich interessanter. Das sind ja etwa 45%, die 40 Jahre und älter sind! (Über den Anstieg bei den Männern denke ich jetzt mal gar nicht nach.)

Bei den Werbeeinnahmen hatten wir schon bessere Aufstellungen (weiß nur leider grad nicht wo): da werden ja einfach Produktplatzierungen und Nennungen aus dem Abspann aufgelistet. Die Struktur der Webespots finde ich viel interessanter. Ich erinnere mich, dass der Lebensmittel-Bereich dort erheblich zu Buche schlägt, so nach dem Motto: Models gucken macht hungrig.

"Bilanzsumme" ist mir zu rästelhaft. Und dann der blöde Hinweis, dass die Models komplett für Heidi arbeiten - als würde OneEins irgendwie erheblich zum Umsatz beitragen, hihi. Dass Heidi sich an den Mädeln bereichert, ist als implizite Behauptung aber schon daneben.

Wenn ich die Spotkosten von 89.000 Euro für ne halbe Minute auf die Gesamt-Werbezeit umrechne, komme ich übrigens auf über 124 Mio an Werbe-Einnahmen für den Sender. Die Selbstwerbung abgezogen, könnte das immer noch schlappe 100 Mio geben.

kaesbrot

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Samstag, 14. April 2018, 21:07

Leider sind im Artikel außer der Dr.Sommer-studie keine konkreten Quellen recherchierbar. Die Rohdaten wären schon interessant.
So taugt das Ganze leider mehr zum Staunen und Spekulieren als für konkrete Schlüsse.


Übrigens sind auch die Einkommensgrenzen nicht ganz überzeugend. Eine runde Summe wie 1.000 Euro wirkt schon sehr verdächtig. Die realen Zahlen lagen laut dem Statistschen Bundesamt für 2013 bei 1.957€-Meridian-Einkommen (heißt: jeweils die Hälfte der Deutschen lag drüber oder drunter) und 1.174 Euro als Grenze zur Armutsgefährdung (=60% des Meridianeinkommens). Da hat die Zeit um etwa 20% zu
niedrige Werte angesetzt und das Bild der Einkommen damit deutlich geschönt.

Deine Quelle verwendet das Äquivalenzeinkommen, bei dem Jugendliche ab 14 quasi als 50%-personen und Kinder als 30%-personen gewichtet werden, um die Haushaltseinkommen unterschiedlicher Familiengrößen vergleichbar zu machen. Wie die Zeit die Haushaltseinkommen einrechnet oder ob sie womöglich Zahlen - wie du - nur extrapoliert, das wissen wir alles nicht.
Wenn du als Beispiel eine Familie mit zwei Erwachsenen, einem Kind und einem Jugendlichen nimmst, und die 1957€ aus deiner Quelle extrapolierst auf eine Berechnung, bei der jedes Familienmitglied 1 zählt, kommst du auf 1957*2.8/4= 1370€ und bist damit im Bereich der "Zeit".

"Weiterführende Schulen ohne Abi" beinhalten auch Facharbeiterausbildungen, die durchaus gut bezahlt sind.

Zitat


Die Alterspyramide finde ich interessanter. Das sind ja etwa 45%, die 40 Jahre und älter sind! (Über den Anstieg bei den Männern denke ich jetzt mal gar nicht nach.)

Mehr 40-50jährige Männer gucken GNT wie 14-19jährige Mädchen, das wär allerdings eine Überraschung, auch wenn die eine Altersgruppe nur halb so viele Lebensalter umfasst.
Diese Quelle wird kaum von Prosieben kommen, weil das ja ihre geheiligte werberelevante Kernzielgruppe auf den Kopf stellen würde.

Zitat


Wenn ich die Spotkosten von 89.000 Euro für ne halbe Minute auf die Gesamt-Werbezeit umrechne, komme ich übrigens auf über 124 Mio an Werbe-Einnahmen für den Sender. Die Selbstwerbung abgezogen, könnte das immer noch schlappe 100 Mio geben.

Nachdem die Zeit keine Zeitung für Doofe ist, nehm ich mal an, dass der Hinweis "die Nettopreise liegen meist deutlich darunter" bedeutet, dass da weitaus mehr als nur die Steuer abzuziehen ist, um sich zu errechnen, wie viel davon als Erlös übrigbleibt.

Also summa summarum eher Zahlen zum Kaffeesudlesen, was wir aber eh gern machen ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kaesbrot« (14. April 2018, 21:20)


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Samstag, 14. April 2018, 21:25

Nachdem die Zeit keine Zeitung für Doofe ist, nehm ich mal an, dass der Hinweis "die Nettopreise liegen meist deutlich darunter" bedeutet, dass da weitaus mehr als nur die Steuer abzuziehen ist, um sich zu errechnen, wie viel davon als Erlös übrigbleibt.

Also summa summarum eher Zahlen zum Kaffeesudlesen, was wir aber eh gern machen ;)
Das mit den Nettopreisen hab ich auch als Hinweis verstanden "ja, wir sind natürlich keine Doofies" .... und wissen, dass es Rabatte und Abschläge und sonstige Abkommen gibt. Und trotz der erstaunlichen Preissteigerung von Februar zu März 2014 (ein Druckfehler?) fand ich das eine der besten Zahlen. Eben vor allem auch im Vergleich mit OneEins-Geschäften ;)

Das mit der Gleichwertigkeit von Männer 40-49 und Mädchen 14-19 im Publikum ist erstaunlich, aber wenn's damals noch fragwürdig war*, dann könnte es inzwischen bald hinkommen. Die Jungen wenden sich vom Fernsehen ab. Darum geben Quotenmeter und andere nicht mehr wie früher auch die absoluten Zuschauerzahlen in der Zielgruppe 14-49 an, sondern nur noch Quote im Zielpublikum und Zuschauer insgesamt. Als Folge bleiben die Quotenzahlen gut, obwohl die Zuschauerzahl bei 14-49 deutlich sinken kann. (Hast du heute auch irgendwo gepostet, oder?)

* Die Sendung vom 6.2.2014 könnte die Erstsendung der Staffel 9 gewesen sein, auch mit dem Einstieg von Joop. Vielleicht relativiert das etwas...

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Montag, 23. Juli 2018, 11:52

In der heutigen Ausgabe des Münchner Merkur ist ein Interview mit Jobst Benthues, Chef der Produktionsfirma Red Seven, in dem es v.a. um GNTM geht. Benthues erzählt darin, dass Heidi Klum ein großes Mitspracherecht bei der Sendung hat:

https://www.merkur.de/tv/germany-s-next-…m-10055988.html

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jj88888 (23.07.2018)