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Kate

Topmodel

  • »Kate« ist weiblich

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Samstag, 8. Juli 2017, 18:06

@Belle, der Link ist nur für dich: 'www.instagram.com/p/BWR7NA5g2uz/ :D
*rofl* *rofl* *rofl*


Das Model hat auf jeden Fall die richtige Einstellung. :thumbup:
Emily DiDonato - Cindy Crawford - Milla Jovovich - Fei Fei Sun - Anna Ewers - Luna Bijl

GNTM
Vanessa (S3)
Céline (S12) - Carolin (S8 ) - Serlina (S12) - Barbara (S2)
Luisa (S7) - Ivana (S9) - Anna (S9) - Sara (S10) - Christina (S3) - Sara (S4)
Rebecca (S6) - Laura (S7) - Lisa (S7) - Luise (S8 ) - Stefanie(S9) - Katharina (S10)

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bombshell (08.07.2017)

bombshell

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Samstag, 8. Juli 2017, 19:47

Aber echt cool dass Celine bei Hoermannseder mit so tollen Models. Wie Antonia Wesselloh und elena Bartels gelaufen ist :whistling:

belle-blue

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Samstag, 8. Juli 2017, 20:24

@Belle, der Link ist nur für dich: 'www.instagram.com/p/BWR7NA5g2uz/ :D

Ich danke dir *rofl*

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Sonntag, 9. Juli 2017, 21:21

Dark hat mich geködert, für die Berliner Fashion Week eine "Ausnahme" zu machen und meine "Pause" zu unterbrechen. Ich mach das gerne, weil mich das mögliche Ende der Berliner Fashion Week schon stärker beschäftigt. Ich hab ja über die Jahre hier öfters dazu gepostet, da muss ich nicht unbedingt am möglichen Schluss ausfallen. (Außerdem hatte ich das meiste für mich selber schon geschrieben ;) )

***

Der Rückzug von Mercedes Benz und der Fashion Council als Hoffnungsträger
Ein Ende ist das auf jeden Fall. Fragt sich nur was für eins. Das Ding ist, typisch Berlin, so verquer gebaut, dass niemand sagen kann, ob's nicht vielleicht doch irgendwie weitergeht.

Im Moment scheinen die meisten in Richtung auf den FCG (= Fashion Council Germany) zu blicken, der in den letzten Saisons eine zunehmend stärkere eigene Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen hat. Wer aus dem Showkalender verschwundene Labels sucht (wo sind denn Perret Schaad geblieben? Oder Lala Berlin?), der hat gute Chancen im Umfeld des FCG-Projekts Berliner Salon oder des Vogue-Salons fündig zu werden. Der hat schon die letzten Saisons nicht nur eigene Schauen im Kronprinzenpalais organisiert, sondern die Übersicht dazu auch in einen Schauenkalender gepackt, der die Shows der Mercedes Benz-Veranstaltungen einschloss und so als "offizieller Kalender" veröffentlicht wurde. (Vermutlich Dank eines Praktikantenwechsels war der diesmal weniger leicht zu finden, aber er war doch wieder da, siehe Link, und ich fand ihne wieder den übersichtlichsten der vorhandenen drei - drei! - Schauenkalender.)

Merceses Benz scheint diese Lösung auch zu mögen. Zumindest haben sie sich ein wenig aus der Schusslinie der Kritik gebracht, indem sie wenige Wochen vor der Fashion Week angekündigt haben, den FCG in der Förderung des Designer-Nachwuchses unterstützen zu wollen. Zu den Erfolgsmeldungen des Berliner Salons gehörte jetzt auch, Boss zurück nach Berlin gebracht zu haben. (In Form einer kleinen, von Vogue-Chefin Arp und Boss-Designer Jason Wu eröffneten Präsentation. ) Und nicht zu vergessen ist, dass mit Hien Le, Vladimir Karaleev und Michael Sontag gleich drei prestigeträchtigere Shows der MBFW-Veranstaltungen in den vergangenen Jahren stark von der Unterstützung des FCG profitiert haben. In New York hat sich Mercedes vor zwei Jahren auch als Sponsor der Fashion Week zurückgezogen, die dann in Regie des CFDA (des Council of Fashion Designer of America) fortgesetzt wurde.

Also schon logisch, das viele dahin gucken. Und da gibt's auch schon Höherwertiges zu sehen als anderswo in Berlin. Wer sich durch die Bildergalerien der Vogue klickt, kann sich schon fragen, warum nicht mehr von dem auf den populäreren und im Netz findbaren Veranstaltungsreihen zu finden sind. Der Unterschied zu mancher Kaufhaus-Präsentation aus den MBFW-Schauen ist teilweise heftig.

Aber genau das lässt mich noch zweifeln, dass der FCG die Lösung des Fashion Week-Problems sein könnte. Der gegenwärtige Fakt ist, dass das fashionmäßig Interessante sich neben und unabhängig von den 3 Hauptakteuren der Berliner Fashion Week emporgearbeitet hat - und sich den Präsentationsformen der MBFW und speziell auch den Neuen Medien gegenüber sehr reserviert verhält. Was für unsereins platt darauf hinausläuft: von den besten Sachen kaum was sehen zu können. Können solche Akteure zu Trägern einer großen Veranstaltungsreihe werden?

***

Die Fashion Week-Anatomie
Die Berliner Fashion Week ist schon ein ganz eigenes Gebilde. Das fängt bereits damit an, dass "Berliner Fashion Week" ein geschützter Name für etwas sehr anderes ist als die meisten sich darunter vorstellen, nämlich ein großes Gewusel unterschiedlicher Veranstaltungsreihen und vor allem: mehrerer Mode-Messen. Was die Öffentlichkeit meist als Fashion Week abbildet, ist nur EINE Veranstaltungsreihe unter vielen - allerdings eben eine, die das Begleit-Feuerwerk, Sahnehäubchen und mediale Highlight fürs Ganze des Geschehen bilden soll.

Was man aber nicht dahin missverstehen sollte, als wäre dieses Highlight das Wichtigste. Das ist keineswegs so - und immer, wenn jemand die Mickrigkeit und Brösligkeit der Mercedes Benz-Schauen kritisierte, kamen als Antwort Hinweise auf die Viertelmillion zusätzlicher Berlin-Besucher, die Bedeutung der Modemessen und Berlins besondres Engagement in Sachen nachhaltiger Mode. Was alles richtig ist. Und wunderbar geeignet, den Blick zu verstellen und sich in die Tasche zu lügen.

Um das Gewirr mal anhand der Hauptakteure etwas aufzudröseln:

1.) Die "Berliner Fashion Week" ist eine Marke der "Berlin Partner"-Gesellschaft, die in "partnership" von Wirtschaftssenat und Berliner Unternehmen dem Anliegen der Wirtschaftsförderung verschrieben ist. Mode spielt für Berlin keine relevante Rolle als Wirtschaftszweig; und die BFW ist auf der Webseite von Berlin Partner entsprechend nur als Unter-Unter-Rubrik der Abteilung Hauptstadt-Marketing zu finden. Ökonomisch dürfte das schon in Ordnung gehen.

Dass die Fashion Week da überhaupt noch Resonanz erhält, hat eher mit der Bedeutung und der Zugkraft der Modemessen zu tun. Dafür vor allem kommen die Viertelmillion Leute her; ein Fachpublikum gehobener Kultur, die Berlin auch neben der Messe als Kulturort genießen, damit selber zum Renomée der Stadt beitragen und einiges an Geld dalassen: die Gastronomie freut sich; die Stadt brummt.

2.) Die Designer-Schauen werden als mediales Highlight der Fashion Week von dem Event-Management-Konzern IMG organisiert. Der ist vielen hier über seinen Ableger, die Agentur "IMG Models" bekannt. In der Hauptsache aber betreibt IMG die Organisation von Großveranstaltungen aus verschiedenen Bereichen, Sport, Kunst und eben auch Fashion - und ganz wichtig noch: den Rechtehandel. (Die derzeitge Startseite ihrer Webpräsenz bringt das gut rüber finde ich.) Groß im Sinne von öffentlich bekannt geworden ist IMG wohl mit der Organisation des Wimbledon-Tennisturniers. Dass Boris Becker in Berlin so oft in der Frontrow saß, war da schon ganz passend.

Aus zehn Jahren BFW aber hab ich keinerlei Erinnerung an ein Gesicht oder ein Interview mit irgendeinem Verantwortlichen von IMG. Da wurde wohl hauptsächlich aus den USA agiert. Einer jungen Pressemeldung zufolge soll jetzt sogar das Berliner Pressebüro aufgeben worden sein und die Kommunikation in Deutschland über München abgewickelt werden. Wer wundert sich, dass von IMG über die Zukunft der BFW bislang nichts zu hören war? Aber die haben wohl Rechte erworben und verstehen sich auf den Umgang mit Rechten. Deren Wort wird vermutlich schon noch ins Gewicht fallen. Da bleibt abzuwarten, ob die sich mit dem FCG in Berlin so gut verstehen werden wie mit dem CFDA in New York.

3.) In der Vermarktung solcher Events arbeitet IMG gerne mit Sponsoren, und Mercedes Benz war in vielen Global Cities ihr Partner in Sachen Fashion Weeks. Soweit öffentlich zu sehen ist, scheint Mercedes dabei hauptsächlich Geld zu geben und dafür Gelegenheit zur Eigenwerbung zu bekommen. Selbst die Öffentlichkeitsarbeit der "MB"-Fashionweek wird von "IMG Worldwide" betrieben. Die Webseite im IMG-Auftrag von der australischen Agentur Red Propaganda gestaltet.

Für keinen der drei Hauptakteure spielt Fashion eine größere Rolle; und wo teilweise doch, wie bei IMG, da nicht gerade die deutsche Designerszene. Diese Mode-Ferne der Hauptakteure galt vielen als Grund für mangelnde Profilierung der Fashion Week. In Paris führt eine mächtige Designer-Vertretung die Regie (ich spar mir jetzt die 3 Zeilen mit dem vollständigen Namen), in Mailand die Camera Nationale della Moda Italiana und in London der London Fashion Council. Die New York Fashion Week ist imgrunde ebenso ein Werk des Modebusiness (dort hat die Presse traditionell ein stärkeres Gewicht). Es würde durchaus Sinn machen, wenn zumindest die Designer-Schauen der Berliner Fashion Week von einer modenahen Vereinigung getragen wird.

Aber ob und wie der leicht elitäre und medienferne FCG diese Aufgabe übernehmen mag? Da hab ich einige Fragezeichen.

****

Kaufhausschauen im Kaufhaus
Berlin Partner wird die Mode-Messen nicht zurück nach Düsseldorf und anderswo entfleuchen lassen wollen. Schlimm genug, dass die "Bread and Butter" Pleite ging. Man hofft seit einiger Zeit, dass Rechteaufkäufer Zalando was größeres als Nachflge auf die Beine stellt. Nee, Berlin partner wird seine Berliner Fashion Week wohl schon erhalten wollen. Es wird sich schon irgendwas finden, dass den Fashion-Verrückten als Highlight verkaufbar ist. Es funktioniert ja seit Jahren; die Leute strömen sogar ins Eisstadion in den Wedding und genießen dort das Flair eines einschlägigen Sozialpalastes gleich gegenüber. Und jetzt im Kaufhaus Jandorf hat's doch auch funktioniert, oder?

Du große Güte! Nein. Die Berliner Zeitung hat die Berichterstattung über den ersten Tag sang- und klanglos ausfallen lassen. Soweit ich mich zurückerinnern kann, hat's sowas noch nicht gegeben. Egal wie schlimm - die Fashion Week war eine Seite wert. Un jetze jarnüscht. Ich hab morgens gesucht, und erst nach dem siebsten Hä? und dem zweiten Kaffee kam das "ach so". "Ja richtig, ich weiß warum." Über sowas will man nicht reden.

Ich hatte Hoffnungen in den Umzug ins Kaufhaus Jandorf als zentralem Veranstaltungsort gesetzt. Man musste nicht gerade im Januar dort anfangen, wo die Kreuzung am Weinbergspark regelmäßig einen der matschigsten Orte im grauen Berlin hergibt. Aber im Sommer ist man hier richtig in Mitte. Das ist eine der Gegenden, wo Berliner Mode gemacht wird. Da sind Ateliers und Modeläden in der Nähe, eine ordentliche Zahl von Kneipen und Restauranst, und so weiter.

Aber das war etwas blauäugig gedacht. Am Ende zeigt sich, dass du Mode nicht im Kaufhaus zeigen darfst. Der Geist der Buchhalter, Verkäuferseelen und Schnäppchenjäger erstickt das Kreative. Und wer weiß, was hier sonst noch spukt. Das war immerhin auch das "Haus der Mode" der DDR, die Zentrale der zentralverwalteten Bekleidungsindustrie. Ich hab alle MBFW-Videos gesehen - und mag mich an keines mehr erinnern. Es bleibt der vage Eindruck, dass Lena Hoschek vielleicht nicht ganz so schlimm war, vielleicht nur runtergezogen von Laurél & Co. Aber das schau ich mir irgendwann auf ihrer Webseite an. (Ihr Berliner Store, nur ein paar Fußminuten von hier entfernt, wurde letzten Sommer geschlossen.)

Bei Riani konnte man das traditionelle Potpourri sehen: Kaufhaus können die auch fern vom Kaufhaus; sie lassen couture-erfahrene Models wie Anna, Franzi Mueller und Elena Bartes aufs Fürchterlichste schaukeln; und dann kommt Riani-Liebling Anuthida und man sieht plötzlich wie Dinge passen. Ich kann dem Outfit wenig abgewinnen; es ist nicht mein Style. Aber es ist EIN Style, es passt zu Anu und sie präsentiert das sehr schön. Da stimmt was, das kann ich als "Fashion Moment" sehen (auch wenn Joop das Wort vielleicht für avantgardistische Outfits reservieren würde). Anderes, auch eins der Outfits von Anna, fand ich unerträglich verlogen.

Es ist ja meistens so, dass man mit vielen Outfits nichts anfangen kann. So läuft's im Laden, im Katalog - und natürlich auch in Shows. Aber der Schlüssel für Runway-Shows sollte eben das Runway-Erlebnis sein, eine Zusammenführung von Outfits, Styling und der Aktion der Models in einem charaktervollen Setting. Musik gehört immer dazu - die fällt beim Videoschauen schonmal flach; was da zu den Schauen zugemixt wird, grenzt leider regelmäßig an die Art von Verbrechen, mit denen die Täter immer unbehelligt bleiben. Aber ich hab mit dem Soundmüll jetzt meine jahrelangen Erfahrungen und weiß das schon irgendwie abzuziehen - und es bleibt doch bei einem für mich sehr sehr enttäuschenden Eindruck.

Soviel Mittelmaß mit soviel aufgesetzter Wichtigtuerei präsentiert: Kaufhausmode als kleiner Staatsakt inszeniert. Man erwartet noch den Bundespräsidenten, der gleich ein paar Wort für die Verbliebenen hat. Welches Model will da schwungvoll oder gar fröhlich agieren? Nicht doch! Hinterher denkt noch jemand an Lifestyle oder gar Frühling und Sommer.

Ja - am Ende ist es besser geworden. Am Fonnerstag und Freitag ging's ein wenig. Hien Le, Vladimir Karaleev und Michael Sontag: das waren würdige Shows. Und was mich angeht würde ich sagen, dass Céline mit der Sontag-Show (plus Hoermanseder) einen klaren Punktsieg gegen Serlina und Romina bei Michalsky gelandet hat.

Auch Michalsky hob sich schon ab vom sonstigen Geschehen. Aber Couture im Halbdunkel? Mit wieviel Stolz präsentieren wir unsere Stoffe und ihre Verarbeitung? Alexandre Vauthier beweist in Paris regelmäßig, dass man auch Disco-Couture in besseres Licht tauchen kann. Nee, soweit sie dann zu sehen waren, waren auch die Outfits für mich nicht so die Hits. Da ist dann leider auch der große Schlussakt der Fashion Week nicht richtig gelungen.

Für mich waren diese MBFW-Schauen leider ein sehr kläglicher Abschluss.


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Sonntag, 9. Juli 2017, 21:21

Die Auftritte der GNTM-Mädel
Imgrunde verbietet sich, in so einem Rahmen Modelleistungen beurteilen zu wollen. Es fällt irgendwie schon auf, wenn eine Aminata sich gegen die unglaublichsten Styles behaupten kann; aber Kim, Vanessa und Julia Steyns sind trotzdem entschuldigt. Für Anja Gockel zu laufen ist ein guter Job, congratz. Und nach vorne gucken :)

Wo überall aufgeblasen und mit falscher Würde agiert wird, da hast du es als Neuling schon schwer und wirst wohl selten Akzente setzen können. Auf Serlina scheint mir dieser Druck am stärksten gewirkt zu haben. Ihr Kommunionsgesicht mit den betont hochgezogenen Mundwinkeln, diese Aura des Lieben und Braven, die sie verströmte: das hat mir nicht gefallen. Wenn Serlina anfängt, wie andre sein zu wollen, hat sie ihr Potenzial verschenkt. Vielleicht ist da inzwischen auch schon zu viel "About You"-Routine? Natürlich kommt sie so überall durch, keine Frage. Nur kommt sie so glaub ich nicht annähernd an ihre Möglichkeiten heran.

Maja hatte fast gar keine Chance. Natürlich hat auch sie jetzt eine renoméeträchtige Buchung da stehen; und sie war bei Riani eine der besten für mich. Aber die Fashion Week hat sie ja förmlich abgestoßen. Auf Melinas Instagram konnte man sehen, dass ein halbes Dutzend GNTM-Mädel beim Maisonoée-Casting waren. Neben Céline, Serlina und Romina haben noch Sarah Faste und eine deutlich zugelegte Julia Steyns laufen dürfen. Leer ausgegangen sind Melina und Maja. Klar: man ahnt schnell, dass die Figur hier negativ gewirkt haben kann. OneEins-Kunden rechnen mit sowas nicht. Und dennoch sehr bedrückend. Ich wünsch ihr den Mut, es in Mailand und Paris zu versuchen. Aber sie braucht natürlich eine Agentur.

Die interessantesten Auftritte hatte ja Céline. Nicht nur weil es die meisten waren. (Quelle surprise! "Die Designer" mögen GNTM-Siegerinnen ja doch :) ) Sondern weil sie (neben der routinierten Romina) noch am besten rüberkam. Sie hat kein Aufhebens um sich gemacht und ist damit den Fallen der GTNM-üblichen Personen-Selbstdarstellung und der aufgemotzten Wichtigkeit hier gut entkommen. Das Unprätentiöse kam sehr gut für mich. Vielleicht war auch hilfreich, dass sie in flachen Schuhen laufen durfte? Beim Eröffnen für Edda Gimnes (Designer for Tomorrow) hat sie an der prominenten Stelle und auf höheren Absätzen dann leider alles falsch gemacht und stolzierte bemüht in einem Kleid, das die Moderatorin der Veranstaltung schon um Welten entspannter vorgeführt hatte.

Die Paukenschläge aber waren Marina Hoermanseder und Michael Sontag! Darauf darf sie besonders stolz sein. Und ich glaube ja, sie sollte sich im Stillen auch ein wenig ins Fäustchen lachen, wie Michalsky hier abgeschifft ist. Hayo wird es wohl ebenso tun. Also dass die beiden Jobs über OneEins-Vermittlung gelaufen sind, daran glaub ich im Leben nicht. Bevor mir jemadn schlüssig das Gegenteil beweist, gehe ich davon aus, dass das ein gelungener Coup gegen Michalsky war.

Wenn der als GNTM-Juror die GNTM-Siegerin nicht für sich laufen lässt, dafür aber drei andere: dann kann das schon als eine ziemlich heftige Klatsche gegen die Siegerin aufgefasst werden. Und wenn Thomas Hayo zur gleichen Zeit in Berlin ist - wird der das einfach so mitansehen? Oder wird der vielleicht seine Kontakte bemühen und schauen, ob da nicht doch noch was extra geht für Céline? Zu seinen Kontakten gehört ganz sicher auch Julia Freitag, die Joop-Freudin, die in Staffel 10 fürs Styling der Entscheidungswalks gesorgt hat. In dieser Saison war sie auch wieder in Berlin aktiv. Als Sylistin für Dawid Tomaschewski ... Marina Hoermanseder und Michael Sontag. ^^ (Stylisten sind zumeist am Casting beteiligt.)

Überzeugt hat sie mich da nicht. Aber ich bin inzwischen auch schon sehr auf ihren leeren Blick und schläfrig-drögen Ausdruck fixiert. Das muss den wichtigen Leuten ja nicht ähnlich gehen. Auf jeden Fall hat sie da sehr gute Erfolge zu Buch stehen. Für die Fashion Week nach der Staffel ist sie jetzt glaub ich die erfolgreichste Siegerin aller Zeiten ;)

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Montag, 10. Juli 2017, 23:15

Vielen Dank für Deine Analyse, Hexe!
Ich bewundere nach wie vor, wie flüssig und klar Du schreiben kannst.

Wie Du weisst, liegt mir die BFW nicht wahnsinnig am Herzen :oopsie: Gerade darum - oder trotzdem - war es interessant zu lesen, wie das alles "funktioniert" (z.B. die Sache mit IMG hat mich erstaunt ;) Da hatte ich natürlich keine Ahnung von). Und natürlich ist das Gefühl von "Vergangenheit" beim Lesen schon auch ziemlich traurig. Naja, zumindest teilweise.

Denn wenn es eine Stelle gibt, wo ich an eine unserer früheren Diskussionen anknüpfen kann, dann hier - Riani. Haben wir uns damals nicht fast in die Haare gekriegt, oder doch ziemlich unterschiedlich empfunden? :D Ich tue mir den Thread nun nicht mehr an, aber weiss noch, dass Berlin für mich schon immer Schicki Micki war. Bobele-Publikum mit Champus-Gläsern, mit einer Bandbreite von Toni Garrn bis Micaela Schäfer. DAS hat mich immer gestört an Berlin, obwohl ich ja nicht viel davon verstehe. Dass die Prominenz so dominant war, und schliesslich wichtiger wurde als die gezeigte Mode.

Riani hingegen fand ich damals cool. Die Kollektion hat mir gefallen, und dass sie so fröhliche und unterschiedliche Models für sich laufen liessen fand ich ein starkes Statement - Frauen, das ist Mode für Euch! So wie ihr seid, selbst wenn ihr ein paar Kilos oder Falten mehr habt!

Ich weiss nicht, ob das nun an mir liegt, oder ob es wirklich so stattgefunden hat in der Zwischenzeit: Riani finde ich nur noch eine einzige Katastrophe, mit dem absoluten Tiefpunkt im Januar. Klamotten fürs Zähnputzen , da fehlte nur noch der Schaum um dem Mund. Und diese unsagbaren Badezimmerpuschen, dazu das Dauergegrinse, mich schüttelt's jetzt noch. Dabei hat Riani doch mal wirklcih tolle Designs gemacht? Ich erinnere mich da z.B. auch an das Hochzeitskleid von Rebecca.

Dieses Mal hielten sich die Show-Elemente zwar in Grenzen, aber das kann ich eh nicht mehr ernst nehmen. Doch die Outfits sahen so dermassen billig aus...! Polyester Röckchen Fähnchen made in China, so sah für mich der Grossteil aus, auch wenn das grad brutal abschätzig klingt ;(

Also wenn *dafür* die Bühne BFW zusammenbricht - da habe ich kein Problem damit. Das ist nicht das, was ich unter Fashion verstehe.

Ich habe mir nicht alle Shows gegeben, und werde es auch nicht mehr tun, nur ein paar wenige interessieren mich noch. Zu krass der Unterschied zu den Coutures und Resort, die zeitgleich laufen :rolleyes: Michael Sontag fand ich stark, auch Céline hat mir dort sehr gefallen. Irene Luft - sehr schön! Dort nervt mich nur dieses Brüste-zur-Schau-stellen... Ja, der Anblick ist schön, das muss ich neidlos zugestehen. Aber für eine Kollektion? Tragen tut das Keine - nicht die mit vorzeigbaren Brüsten (wozu auch), und die ohne schon gar nicht. Also ein Outfit mal zwischendurch, ok, aber gleich die halbe Kollektion? Die Brust als Kunst - auch ok. Aber dann soll sie ihre Klamotten doch besser im Museum veröffentlichen :rolleyes: Ich find's einfach schade! Gerade mit Transparenz kann man doch super neckisch spielen, indem die Blümeleins gerade an den stategisch wichtigen Stellen platziert werden... für mich ging leider mit diesem Brustgewippe auch viel Eleganz verloren. Ansonsten, wie gesagt, fand ich die Kleider wirklich sehr schön!

Wenn Serlina anfängt, wie andre sein zu wollen, hat sie ihr Potenzial verschenkt.


Das ist auch noch so ein Satz, der auf mich gewirkt hat. Mein erster Reflex war, vielleicht habe ich mich in ihr halt doch getäuscht... dass sie plötzlich nicht mehr ganz so strahlt. Und dann kommt dann wieder dieses umwerfende Bild in dem alternativen Outfit bei Michalsky, das sie nicht tragen durfte, und dann haut sie mich wieder um mit ihrer Ausstrahlung. Aber Du könntest recht haben, den Druck auf ihr habe ich nicht bedacht, und auch nicht, dass natürlich auch sie sich erst finden muss auf ihrer ersten Fashion Week, obwohl sie schon etwas älter ist als z.B. Céline. Ich hoffe daher sehr, dass auch sie sich noch entwickelt und souveräner wird, und auch immer bei sich bleiben kann, sofern es daran liegt.

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Dienstag, 11. Juli 2017, 08:22

Ich hab vorne in der Auflistung der Shows Luana bei Ethical Fashion Show und Lisa Bärmann bei Maria Jose Ventura ergänzt.

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Konnimausi (11.07.2017)

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Montag, 17. Juli 2017, 22:01

OE hat jetzt auch mal eine News zur Berliner Fashionweek auf der Seite. Aber nur mit Impressionen und nicht mit einer erschöpfenden Aufzählung der Shows, die ihre Models gelaufen sind:
http://www.one-eins.com/berlin-fashion-w…pressionen.aspx
Gut, machen zugegebenermaßen andere Modelagenturen auch nicht, die posten nur die Höhepunkte und nicht jede Popelshow.