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Konnimausi

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217

Montag, 22. August 2016, 01:55

Keine politischen Gesten schön und gut, aber ich glaube, für so jemanden wie diesen Äthiopier ist so etwas die einzige Chance, überhaupt mal auf seine Unterdrückung hinzuweisen, ohne sofort niedergeknüppelt zu werden. Die Regeln lassen sich ja hinter dem Schreibtisch mit fettem Wohlstandsbauch in einem Rechtsstaat gut festlegen. :S Wir können jederzeit demonstrieren gehen, wofür oder wogegen immer wir wollen, da besteht natürlich keine Notwendigkeit, Olympia dafür zu nutzen (Herr Bach würde jetzt sicher sagen - zu mißbrauchen :rolleyes: ).

Die kindliche Freude der Sportler bei der Schlußfeier ist wirklich schön anzusehen und versöhnt einen zumindest ein wenig mit diesen Spielen. Ist ja schließlich die Hauptsache, daß sie Spaß hatten. :D

Aincrad

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218

Montag, 22. August 2016, 11:22

Die Nachricht des Äthiopiers ging mir einfach ans Herz, und wollte sie einfach hier so als Link stehenlassen. Einigkeit unter den Länder bei Olympia ist etwas der schönsten Sachen am Event, doch jetzt wo es vorbei ist kehren wir zum Alltag zurück, und da sieht es ein wenig anders aus.

Diese Olympischen Spiele fand ich sehr angenehm und abwechslungsreich zum Zuschauen. Ich zähl mal so die positiven und negativen Aspekte in meinen Augen, die ich an den Spielen erleben konnte:

+ generell: ein HIT!
+ 8 Goldmedaillen für Italien, 29 im total, mehr als Rio
+ Silber der Volleyballjungs
+ Usain Bolt, einfach sympathisch dieser Kerl
+ Katie Ledecky
+ Michael Phelps mit 23 Goldmedaillen
+ gebrochene Weltrekorde
+ Stimmung grundsätzlich
+ Fijis erste Goldmedaille
+ Kosovos erste Goldmedaille
+ Brasiliens Fussballsieg vor heimischer Kulisse und die Bilder der weinenden Stars
+ Die Athletinnen beim Laufen, die gestolpert sind und sich gegenseitig geholfen haben
+ Eröffnungsfeier, Abschlussfeier nehme ich auch an
+ der Mann, der am 18. Loch beim Golfen einfach den Ball weghaut

- Doping, Doping, Doping
- Unsportlichkeit seitens der brasilianischen Zuschauer zum Teil
- All die schlimmen Verletzungen ab dem Radunfall
- Tod des Kanu-Trainers
- LochteGate
- Ägypter, der seinem israelischen Rivalen beim Judo die Hand nicht gab, vielleicht war es auch umgekehrt, jedenfalls unsportlich
- Brasiliens verschwendetes Geld für Sportevents: Confed-Cup, WM, Olympia
- Mongolische Trainer die ausgeflippt sind
- Beim Schwimmen drückte die einte Schwimmerin die andere beim Ziel unter Wasser, unsportlich
- unsauberes Wasser teils beim Springen

Aber eben, wie gesagt, im grossen und ganze waren die Olympische Spiele super. Fand es cool, sie grösstenteils verfolgen zu können. Freue mich schon auf die nächsten Spiele. ;)
LG
euer Aincrad

„How old must I have been, when I was obsessed with the fantasy of a steel castle that floated in the sky?
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219

Montag, 22. August 2016, 13:09

Ich fand sie nicht so toll. Wenn so viel Polizei, Armee, etc. unterwegs ist um was abzusichern und die Sportler die ganze Zeit Angst haben müssen ,dass die überfallen werden, dann ist das nicht unbedingt förderlich für den Sport.
Ebenso die ganzen Berichte über die Hygiene, das Essen, die Unterbringung etc.
Dazu noch die Berichte, dass so viele SItze in den Stadien und Aenen leer blieben, weil die Infrastruktur so schlecht war und alles schlecht organisiert.

Die Unsportlichkeit der Zuschauer muss man doch noch einmal extra hervorheben. Sowas geht gar nicht! Das sind die olympischen Spiele und kein WM Finale. Das sind keine hochbezahlten Superstars (außer vielleicht Leute wie Neymar und Phelps), sondern zum Großteil wirklich normale Leute die nebenbei ihrem Sport nachgehen müssen. Die es nicht gewohnt sind, einfach ausgebuht zu werden.


Die zwei positiven Sachen für mich:
Unsere leipziger Spieler sind Silbermedaillengewinner (und unsere Dietze hat diverse Medaillen geholt)
Man sieht Randsportarten, die man sonst nicht sieht. Gerade die Kanuten haben sich da ja, zurecht, aufgeregt!
BTW: Kurzform -> Cele.
C wird wie K ausgesprochen Ke-le-bri-an. ;-)



Zitat

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220

Montag, 22. August 2016, 14:43

Sehe ich wie Cele. Für uns mag das ja alles noch am Fernsehen recht nett gewesen sein, bin aber froh, dass ich kein Teilnehmer war.

Noch ein großer Kritikpunkt: Die Übertragungszeiten. Klar kommt es zu Zeitverschiebungen, aber die Schwimmer müssen nicht erst 22 Uhr ins Wasser und ein Beachvolleyballfinale muss auch nicht erst 0 Uhr starten!
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Konnimausi

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221

Montag, 22. August 2016, 21:47

Meine Olympia-Bilanz fällt überwiegend negativ aus.

Das liegt in erster Linie an dem ganzen Doping-Mist und daran, daß ich mich deswegen in erster Linie über mich selbst geärgert habe, weil ich mir überhaupt noch ansehe, wie ein Haufen pharmazeutisch auf Vordermann gebrachte Leute um die Wette irgendwelche Sportarten treiben.
Und ständig kamen neue Meldungen, mit welchen Praktiken gearbeitet wurde, um möglichst mit gedopten Sportlern antreten zu können. 13 Sportler wurden bisher schon erwischt, und das trotz der Lächerlichkeiten bei der Probennahme. Insofern dürfte das ja nur die Spitze des Eisbergs sein. Die meisten werden schlau genug gewesen sein, die Substanzen rechtzeitig vor dem Eintreffen in Rio "auszuschleichen".
Wie gesagt, ich ärgere mich vor allem über mich selbst. Habe ja Leichtathletik und Schwimmen schon kaum gesehen, weil ich davon ausgehe, daß dort kaum ungedopte Sportler unterwegs sind. Aber an sich hätte ich es einfach insgesamt überhaupt nicht sehen sollen.
Wobei ich mal denke, daß in London oder Peking oder noch davor auch nicht weniger gedopt wurde, da konnte man sich halt noch selbst in die Tasche lügen und es verdrängen, das ging jetzt nicht mehr.

Dann wirkte zweitens auch die Stimmung seitens des Publikums sehr negativ auf mich mit diesen ständigen Pfeifkonzerten. Ich finde das schon beim Fußball unglaublich primitiv, und komme mir bitte keiner damit, daß so ein hirnloses Verhalten einfach zum Fansein dazugehört. Das ist primitiv, dumm, unsportlich und unmenschlich und sonst nichts. Aber bei Olympia hat es nun endgültig überhaupt gar nichts verloren.
Ich durfte ja die Olympia-Stimmung in London live kennenlernen, das war zu Rio einfach ein Unterschied wie Tag und Nacht. Auch wenn man die Londoner Wettkämpfe im Fernsehen gesehen hat, wurde einem einfach eine viel bessere und vor allem positivere Stimmung vermittelt als jetzt aus Rio.

Die Organisationspannen und die Unzulänglichkeiten im Olympischen Dorf haben mich dagegen weniger gestört. Meine Güte, man wollte unbedingt Olympia in einem südamerikanischen Schwellenland durchführen, dann muß man auch mit den Risiken und Nebenwirkungen leben. Wer perfekt organisierte Spiele haben will, der muß sie eben nach London oder Hamburg vergeben. Und wer als Spieler das Olympische Dorf nicht mag, der kann ja - wie viele Golfer es getan haben - ins Hotel ziehen oder wie die Amerikaner gleich auf dem Kreuzfahrtschiff bleiben.

Insgesamt bin ich von diesen Spielen enttäuscht, weil ich das brasilianische Publikum einfach ganz anders eingeschätzt hätte.

Aber immerhin spricht einiges dafür, daß der CAS morgen die russische Dopingmannschaft auch zu den Paralympics zuläßt, nachdem sie dort ja komplett ausgeschlossen worden waren. Dann ist diesbezüglich die Farce wenigstens konsequent zu Ende gebracht.

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vanessafan (22.08.2016)

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