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Akaryuu

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Montag, 17. Februar 2014, 21:58

Kameras bei GNTM

Können wir machen, wobei ich (wie ich feststellen durfte) eine Vollformat nicht von einer APS-C unterscheiden kann. ;(
Also steht es derzeit eins zu eins zu null für dich, werram und mich. ;(

Fängt ja schon gut an :P
Ich hatte mir das auch eher als Teamleistung vorgestellt ^^, sodass wir am Ende ne kleine Liste zusammen haben. Es gibt ja eh keine offizielle Antwort auf die Frage, anhand dessen wir dann eine Auswertung treffen könnten. Bleibt also alles geraten.

Welcher Fotograf setzt denn Hasselblad oder eine andere Mittelformatkamera bei GNTM ein? *staun*
Warum findest du das erstaunlich? Gerade in der Modefotografie, denke ich, sind diese Kameras doch besonders beliebt und bei GNTM wird ja auch oft im Studio oder Studio-ähnlichen Locations geshootet. So erfolgreicher der Fotograf, umso wahrscheinlicher kann er sich auch solches Equipment leisten bzw. kennt sich damit aus. Und GNTM hatte schon einige Größen der Modefotografie dabei.
Ich habe mir natürlich nicht gemerkt, welcher Fotograf jeweils immer welche Kamera eingesetzt hat, aber Hasselblad ist ja sehr einfach zu erkennen, und daher ist es mir schon öfter aufgefallen (denke ich, ich schaue soviele unterschiedliche NTM-Sendungen, da verliert man den Überblick). Aber wo du gerade schon Rankin erwähnst. Bei ihm bin ich mir ziemlich sicher, dass er schon Hasselblad Mittelformat (oder etwas in der Art) bei GNTM eingesetzt hat. Ob nun rein digital, oder digitale Rückwand oder sogar noch analog (eher unwahrscheinlich), keine Ahnung.


Zitat von »Akaryuu«
Stattdessen wird eben für Mainstream-Kameras geworben

Wurde das tatsächlich schon gemacht? Kann mich da eigentlich eher an Smartphones oder Tablets erinnern.
Das war doch erst letzte Staffel noch, wo man für diese Multimedia-Kamera mit Internetzugang etc. geworben hat. Zugegeben, geht schon fast einwenig in Richtung Smartphone, aber ist in erster Linie ne Kamera. Ich glaube die war von Samsung.
Ansonsten kamen Kameras glaub ich auch schon mal etwas dezenter platziert vor, als Mädchen z.B. Fotos von sich selber machen sollten.
Bei anderen NTMs gab es auch schon einige solche Produktplatzierungen. Bei Asia's Next Top Model gab es z.B. sogar eine Gewinnerkampagne für eine Canon-Kompaktkamera. In Asien ist natürlich auch meist der Sitz dieser Unternehmen.


Zukunft von Mittelformat


Ich will direkt mal eingangs etwas loswerden. Ich finde bei der Diskussion darüber, welche Kamera welche Bildqualität etc. hat, wird zu oft vernachlässigt, dass eigentlich noch viel entscheidender als der Sensor eigentlich die Objektive sind.
Und die Bildqualität wird in meinen Augen ohnehin überwertet. Viel wichtiger sind mir persönlich immer Flexibilität, Funktionsumfang etc.
Allein, das kleine Angebot an Zoom-Objektiven für Mittelformat macht diesen Kameratyp schon eher unattraktiv für Gelegenheitsfotografie. Und dann kommt noch dazu, dass diese Objektive teilweise doppelt so schwer sind, wie ihre Vollformat-Vertreter.

Für die Hersteller hat APS-C und Vollformat den Nachteil, daß viele schon sehr viel an Ausrüstung haben. Aus dem Grund werden die Hersteller sich bemühen, vergleichbar leistungsfähige Kameras im kleinen Mittelformat zu etablieren.

Was APS-C und Vollformat angeht: In Sachen Body können sie ja durch stetige Verbesserungen und Entwicklung neuer Features immer weiter verkaufen. Ich selber habe da noch so viele Wünsche offen, da ist kein nahes Ende in Sicht. Was die Ausrüstung, also insbesondere Objektive angeht, werden ja auch ab und zu Verbesserungen vorgenommen, ob nun bei der Optik, dem Bildstabi, den Motoren etc.
Und wenn ihnen das Wasser wirklich bis zum Hals steht, dann verändert man einfach wieder den Bajonettanschluss. Wird zwar einen einen riesen Aufschrei geben und ist durchaus riskant, aber hat es ja schon gegeben.
Mittelformat für die breite Masse an Profi- und Hobbyfotografen, ich kann es mir wirklich nicht vorstellen.

Die heutigen Systemkameras sind inzwischen so gut, daß sie teils schon DSLR ersetzen.

Die Systemkameras sind eigentlich das perfekte Beispiel, dass sich eben nämlich nicht in Richtung Mittelformat bewegt wird, sondern in die entgegengesetzte Richtung. Es soll alles kleiner werden und trotzdem noch hohen Ansprüchen genügen.
Natürlich kann eine Systemkamera rein vom Bedienkomfort eine DSLR nicht ersetzen, aber manche neben das in Kauf für die kleineren Gehäuseausmaße.


Mir würde spontan nichts einfallen, was Mittelformat ermöglicht, das für einen Hobbyfotografen bei entsprechend günstigem Angebot nicht auch interessant sein könnte.

Kommt eben darauf an, was High-End ist.
Ok, was ermöglicht Mittelformat? Bessere Bildqualiät, mehr Lichtstärke, weniger Schärfentiefe etc.
Was muss man dafür in Kauf nehmen? Deutlich mehr Größe und Gewicht, sowie z.B. aufgrund geringer Schärfentiefe schwieriger zu kontrollieren.
Wer braucht(!) eine soviel bessere Bildqualität etc.? Eigentlich fast niemand. Nur die Profis die wirklich die allerhöchsten Ansprüche haben.
Wenn man die Vorteile ohne die Nachteile bekommen könnte, wäre es ne andere Geschichte. Aber manches bleibt im High-End Bereich allein deshalb, weil es eben auch zwangläufig mit Nachteilen (außer dem Preis) verbunden ist. Und wie gesagt, die Nachteile des Mittelformat sind aufgrund optischer Gesetzmäßigkeiten nur bedingt zu überwinden.


Lichtempfindlichkeit und Pixelanzahl

Danke auch für deine Ausführung zum Zusammenhang zwischen Pixelgröße und Lichteinfall.
Höhere Lichtempfindlichkeit verstehe ich so, daß die Pixel kleiner werden, also mehr Pixel auf der gleichen Fläche, also steigendes Bildrauschen.

Nein, höhere Lichtempfindlichkeit bedeutet, dass eine geringere Lichtmenge als Messwert für einen bestimmten Farbwert angenommen wird. Beim Film wurde es halt einfach über die Filmempfindlichkeit realisiert. Bei digitalen Sensoren wird es über die Verstärkung von Signalen realisiert.

Also ich geh jetzt hier mal vereinfacht davon aus, dass ein Pixel synonym zu einer Photodiode steht. Ich ignoriere jetzt hier mal, dass sich ein Pixel aus roten, grünen und blauen Komponenten zusammensetzt, also gehe von Schwarz-Weiß (mit anderen Worten dunkel und hell) aus.
Wie viel Licht diese Photodiode nun empfängt bestimmt jetzt natürlich welchen Farbwert (in meinem Beispiel synonym zu Helligkeitswert) der Pixel im Bild bekommt. Viel Licht gleich heller Farbwert, wenig Licht gleich dunkler Farbwert. Klar. Doch wer bestimmt, welche Lichtmenge welchem Farbwert entspricht? Eine entscheidende Rolle spielt dabei, wie lichtempfindlich(!) der Sensor eingestellt ist. Eine Einstellung erfolgt über den ISO-Wert(!). Ich benutze jetzt einfach mal willkürliche(!!!) Zahlen: Es ist ein strahlender Tag, jede Menge Licht, man könnte sagen es trifft eine Lichtmenge von 500 auf unsere Photodiode. Jetzt stellen wir einen einen ISO-Wert von 100 ein, und wir sagen 0=schwarz, 1000=weiß. Also ist 500 ein Grauwert dazwischen. Als nächstes wählen wir stattdessen mal einen ISO-Wert von 3200, bei dem das Signal sagen wir 10x verstärkt wird. Wir bekommen den Wert 5000. Wo passt der da rein? Genau gar nicht, 5000 ist größer als 1000, also ist der Pixel weiß, wahrscheinlich ist sogar fast das ganze Bild weiß.
Jetzt haben wir eine ganze dunkle Szene bei Nacht. Die Lichtmenge ist sehr gering. Sagen wir es treffen nur jeweils Lichtmengen zwischen 0-20 auf unsere Photodioden. Mit einem ISO-Wert von 100 wären Werte zwischen 0-20 alles praktisch gleich schwarz (also nachwievor angenommen wenn eben 0=schwarz und 1000=weiß). Also wählen wir ISO-Wert 3200, die Messungen werden 10x verstärkt, sodass jetzt Werte zwischen 0-200 drin sind. Wir haben also jetzt in unserem Bild sichtbare Helligkeitswerte.
Doch wie bei jedem Sensor gibt es natürlich Messungenauigkeiten. Angenommen wir haben Messungenauigkeiten von +-1. Ob wir nun 500 oder 501 messen ist nicht so gravierend. Doch wenn wir das Signal verstärken, wird auch der Fehler verstärkt. Ein Unterschied zwischen 500 und 510 ist mit bloßem Auge schon eher sichtbar. Bei hohen ISO-Werten fallen uns Messungenauigkeiten als Bildrauschen also sehr viel schneller auf.
Ist natürlich stark vereinfacht dargestellt, viele weitere Faktoren ignorierend, und mit Zahlen die mit der Realität nichts zu tun haben, aber ich wollte nur die Idee vermitteln.

So jetzt haben wir zwei unterschiedliche Sensoren. Beide Sensoren haben die gleiche Größe und sind auf dem selben technischen Stand. Aber der eine Sensor hat 100 Pixel, der anderen Sensor hat 1000 Pixel.
Sagen wir die Szene ist eine hell und gleichmäßig beleuchtete graue Fläche. Jetzt fällt eine gleichverteilte Lichtmenge von 10000 auf unseren Sensor. Beim ersten Sensor wird diese Lichtmenge unter 100 Pixeln aufgeteilt, also bekommt jeder Pixel eine Lichtmenge von 100. Beim zweiten Sensor hingegen wird die Lichtmenge unter 1000 Pixeln aufgeteilt, jeder Pixel erhält eine Lichtmenge von 10. Bei beiden soll natürlich das gleiche Bild bei rauskommen, und beide müssen dies mit dem gleichen ISO-Wert erreichen, z.B. ISO-Wert 100.
Beim ersten Sensor müsste also eine Lichtmenge 100 dem Grauwert entsprechen, beim zweiten Sensor eine Menge von 10. Der zweite Sensor muss also mit sehr viel geringeren Lichtmengen pro Pixel klar kommen.
Jetzt wieder zum Fall von Messungenauigkeiten, sagen wir +-1. Hmm, 100 oder 101, das sind vergleichsweise noch ähnliche Werte. Doch beim zweiten Sensor: 11 ist 10% mehr als 10, also ein schon ein ziemlicher Unterschied. Also obwohl beide Sensoren einen ISO-Wert 100 eingestellt haben, ergibt es beim zweiten Sensor mit der höheren Pixelanzahl ein Bildrauschen, dass sehr viel stärker auffallen kann.

Deshalb sind mehr Pixel auf einem Sensor nicht immer nur positiv. Gleichzeitig muss man natürlich sagen, dass weniger Pixel eben einer geringeren Auflösung entsprechen. Es ist also immer einer Abwägung zwischen Vor- und Nachteilen.

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