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  • »hexe reloaded« ist weiblich

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Freitag, 17. Juni 2016, 16:46

Schöner Fund, irgendwo muss er hin ....

Am Ende der New Yorker Shows SS12. Aymeline Valade war dort 16 Shows gelaufen, hatte 4 eröffnet (Carolina Herrera, Diane von Furstenberg, Narciso Rodriguez, Vera Wang) und 2 geschlossen (Diesel Black Gold, Edun). Vor dem Abfug nach London macht wwd ein Interview mit ihr:

Zitat


The New York shows are over. How do you feel?
One down, three to go. London, Milan, Paris, here we come.

What outfit did you enjoy wearing the most?
My pajamas.

(...)

What show had the best catering?
Hard to say. Once you’re backstage you just eat whatever is left.

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Montag, 21. November 2016, 13:01

Fashion Business and Politics

Noch ein buntes Thema das nirgendwo zu passen scheint. In Anna Wintours Regie hat die US Vogue in beispielloser Weise Hillary Clintons Kandidatur begleitet und gepusht (man staune allein über die Artikel-Reihe der Online-Redaktion) und eine wirklich beachtliche Riege von Designern zu einer Collection for Hillary Clinton -Show am Vortag der New York Fashion Week zusammengebracht. Was machen da jetzt wohl die First-Lady-Einkleider?

Offenbar hat Sophie Theallet als erste den Mumm gefunden zu der vermutlich von vielen überlegten Impossible Mission aufzurufen und in einem Open Letter getwittert:

Zitat

"I will not participate in dressing or associating in any way with the next First Lady. The rhetoric of racism, sexism and xenophobia unleashed by her husband's presidential campaign are incompatibel with the shared values we live by.

I encourage my fellow designers to do the same."

Der politisch kluge Textbezug zur Kampagne lässt natürlich Raum, angesichts der realen Präsidentschaftspolitik später ggf einzulenken. Dem Zitat geht auch eine sorgfältige Begründung voraus, die persönliche Aspekte aufführt und an die corporate identy eines weltoffenen Berufstands erinnert. Aber dennoch schon ein beachtlicher und beachtlich gewagter Schritt! "Die Mode" ist am Hof groß geworden (die Haute Couture in Gestalt des Hauses Worth speziell am Hofe der Kaiserin Eugenie) und die First Lady der United States nicht erst seit Michelle Obama der begehrteste Werbeträger.

Da bin ich gespannt, was daraus wird. In einem Artikel von dazed sind die ersten der zu erwartenden Distanzierungen schon aufgeführt. Speziell Ex-Punker Jeremy Scott formuliert die Ablehnung mit klassischem "I'm a professional whore"-Akzent. Von Anna selber hab ich in der Sache noch nichts gehört. Kann sich die US-Vogue das leisten, jetzt ins politische Indifferente zurück zu gehen? Oder gibt's gar demnächst eine neue Chefredakteurin?

... to be continued ...

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Samstag, 29. April 2017, 17:25

Ein längeres mit den drei Chefs von Next Model Management auf models.com über das Modelbusiness, Veränderungen der letzten 5 Jahre und soziale Medien etc:
models.com/mdx/the-industrys-triumvirate/

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Donnerstag, 26. April 2018, 18:31

Zum Thema Mode und Medien habe ich gerade eine schöne Passage in Ingrid Loscheks Lexikon über "Modedesigner" gelesen:

Zitat

Balenciaga und Givenchy (wurden) oft in einem Atemzug genannt und bildeten sozusagen ein Gegengewicht zu Diors Einfluss. Beide lancierten das Hemd- und Sackkleid, zeigten 1955 gerade geschnittene Kleider mit blusigem Rücken und führten 1957 lose Futteralkleider vor, die kaum die Figur berührten. 1957 schlossen sie die Presse aus ihren Präsentationen aus, damit die Kunden bei ihren Bestellungen nicht von der Meinung der Medien beeinflusst würden.
Givenchy hielt sich zehn Jahre daran.

Hervorhebung von mir. Diese (geld-) aristokratische Basis der Haute Couture ist einem heute kaum noch begreifbar. Der im letzten November verstorbene Azzedine Alaia hatte gelegentlich noch für Aufsehen damit gesorgt, dass er sich dem Rummel der großen Fashion Weeks entzog und seine Kollektionen, wenn überhaupt, dann schlicht zeigte, wenn sie fertig waren. Jedenfalls vor und nach der Zusammenarbeit mit der Prada-Gruppe. Aber das ist ein Nischenprodukt in einem Markt, in dem die "Marke" die Designer an den Rand drückt. Kein Zufall, dass Alaia einer der bekanntesten Lagerfeld-Kritiker war.

Dieses bei Beck 1998 erschienene (2007 in 3.erweiteter Auflage) Büchlein kann ich nur empfehlen. Loschek ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Modeautorinnen (auch Herausgeberin des Reclam Modelexikon) und ich empfinde sie immer wieder herausragend anschaulich, konkret und kenntnisreich in einer Branche, die in Deutschland einen leider oft unbedeutenden, geschwätzigen und flatterhaften Eindruck macht. Das Bändchen ist bei Amazon & Co. für wenig Geld zu haben, aber immer was wert, wenn ich's aufschlage.

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